Eine gute Infrastrukturanbindung ist gerade in einer vorwiegend ländlich geprägten Region eine der entscheidenten Voraussetzungen für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Ortsverband der Jungen Union Ainring gibt MdB Dr. Peter Ramsauer volle Unterstützung für die Durchsetzung von dringend notwendigen Verbesserungen im Bundesverkehrswegeplan.
Den Forderungen der bayerischen Staatsregierung nach einer angemessenen Berücksichtigung von Bayerns Stellung als größtem Transitbundesland muss Rechnung getragen werden.
Die B 304 ist eine bedeutende Transitverbindung von München über Wasserburg, Traunstein und weiter in Richtung Freilassing zur Landesgrenze nach Österreich.
Durch die Einführung der LKW Maut auf den Deutschen Autobahnen verlagert sich ein Teil des Gütertransportes auf die autobahnnahen Bundesstraßen. Mit der B 304 ist auch die Gemeinde Ainring mit einer solchen Ausweichstrecke betroffen. Vor allem die Ortschaft Adelstetten bekommt diesen starken Verkehrszuwachs zu spüren. Für die Anwohner ist die zusätzliche Belastung zu den bestehenden Verkehrsaufkommen der B 304 eine erhebliche Minderung der Wohn- und Lebensqualität.
Ein kurzfristiger Lösungsansatz wäre der Versuch ein LKW Fahrverbot zu beantragen. Hier müssen unsere heimischen Abgeordneten eingebunden und auf die angespannte Situation hingewiesen werden. Wenn sich ein solcher kurzfristiger Vorstoß für die Lebensqualität in Adelstetten nicht verwirklichen lässt, muss über eine langfristige Lösung nachgedacht werde. Hier muss auch die komplette Umfahrung der Ortschaft in Betracht gezogen werden. Da das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erheblich zunehmen wird muss hierbei ein wirklicher Lösungsansatz angestrebt werden.
Um nicht nur die Sicherheit sonder auch den zügigen Verkehrsfluss durch die Gemeinde zu gewährleisten ist die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs bei Mühlreit notwendig.
Die Junge Union begrüßt die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens von der Regierung von Oberbayern. Durch die Verlegung der B 304 in diesem Bereich ergibt sich ein wesentlicher Vorteil beim Verkehrsablauf. Auch der zukünftige Steckenverlauf entspricht künftig in der Längenabwicklung und dem Aufriss den heutigen Anforderungen einer Bundesstraße auf freier Strecke.
Auf der Bahnstrecke München-Salzburg fahren ca. 168 Züge pro Tag. So kommt es am Bahnübergang bei Mühlreit zu häufigen Schrankenschließungen die in der Spitzenzeit zwischen 25 und 35 Minuten ausmachen. Durch laufende Motoren oder durch Neustarts entstehen erhebliche Luftverschmutzungen
Wichtiges Ziel der Beseitigung des beschrankten Bahnübergangs ist nicht nur die Erhöhung der Verkehrssicherheit, sondern auch die Verbesserung der Lärm- und Schadstoffsituation für die Anwohner.
Die Junge Union Ainring unterstützt deshalb die Entscheidung des 1. Bürgermeister und der CSU Gemeinderatsfraktion sich für die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens einzusetzen.
Die B 20 verbindet die Zentren des Landkreises miteinander. Da das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist, muss sie den heutigen und zukünftigen Anforderungen des Verkehrs gerecht werden. Hierzu gehört nicht nur eine notwendige Stadtumfahrung für Laufen, sondern auch die Situation in der Ortschaft Hammerau.
Neben den Bewohnern in Bad Reichenhall und Laufen sind vor allem die Hammerauer Leittragende der sprunghaften Verkehrsentwicklung.
Mit der vom CSU geführtem Gemeinderat beschlossener Verkehrsüberwachung wird hier ein kleiner Schritt in Richtung Sicherheit und Lärmminderung gemacht. Da sehr viele Fahrzeuge das Nadelöhr Hammerau passieren, würde eine dauerhafte Geschwindigkeitsmessung zur Verringerung der Belastung führen. Durch das gewaltige Verkehrsaufkommen würde sich eine solche Investition in kurzer Zeit von selbst tragen.
Eine dauerhafte Entlastung für den Ort Hammerau könnte auch hier nur mit einer Umfahrung ermöglicht werden. Die Verwirklichung ist aufgrund der speziellen Lage von Hammerau aber sehr schwierig. In Zusammenarbeit mit Behörden und Mandatsträgern muss auch auf dieses Problem in der Gemeinde Ainring reagiert werden.
Ein dauerhafter Lösungsansatz ist auch für den Ortsteil Heidenpoint von Nöten. Hier ist die Belastung der Anwohner durch den Durchgangsverkehr schon seit geraumer Zeit vorhanden. Es wird deshalb die Diskussion über den Bau einer Westtangente zur Entlastung von Heidenpoint befürwortet. Hier könnte nicht nur ein Teil der Gemeinde Ainring sondern auch ein Bereich der Stadt Freilassing einen erheblichen Anstieg der Lebensqualität gewinnen. Die beiden betroffenen Kommunen müssen sich in dieser wichtigen Sache zügig auf einen Nenner einigen. Nicht nur die Anwohner erwarten den Baubeginn dieser Ausweichstrecke sonder auch die ansässige Wirtschaft. Die örtlichen Betriebe in Ainring und Freilassing würden eine Bau der Westtangente aufs äußerste begrüßen. In diesem konkretem Projekt zeigt sich der interkommunale Nutzen der Zusammenarbeit.
Diese Ortsübergreifende Zusammenarbeit muss auch bei er Beseitigung der bestehenden und dem notwendigen Neubau der Eisenbahnbrücke an der B 340 vor der Einfahrt zur Bruch-Römer-Straße zu tragen kommen. Damit die beiden Gewerbegebiete von Ainring und Freilassing auch in Zukunft die Betriebe halten können und die Ansiedlung neuer Gewerbetreibenden vorangetrieben wird.
Dringenden Verbesserungsbedarf besteht auch an der Kreuzung Kreisstraße 18 und Salzburgerstraße. Da es hier in den letzten Jahren immer wieder zu schweren Unfällen gekommen ist besteht dringender Handlungsbedarf. Diese Gefahrenstelle kann auf keinem Fall rein durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung entschärft werden, sondern kann nur durch bauliche Maßnahmen verbessert werden. Hier müssen schnellstmöglich geeignete Lösungen gefunden und verwirklicht werden um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu stärken.
Es ist zu begrüßen, dass der Landkreis nicht nur den Augenmerk auf die Straßen sonder auch auf die Infrastruktur Bahn legt. Erfreulich ist, dass in naher Zukunft die Fahrtaktung mit den neuen Talent-Zügen und der Service auf der Bahnstrecke Freilassing-Berchtesgaden durch die Privatisierung erheblich verbessert wird. Aufgrund dieser neuen technologischen Möglichkeiten mit den Talent-Triebwagen ist es auf der ganzen Stecke möglich nicht nur die Fahrzeit erheblich zu verkürzen, sondern auch noch neuen Haltestellen zu erschließen.
Auf Antrag der Jungen Union Ainring ist auch der inakzeptable Situation am Ainringer Bahnhof entgegen gewirkt worden. Es ist eine richtige und notwendige Entscheidung den Bahnhof vom freiem Feld in Richtung Ortschaft zu versetzen. Durch diese Maßnahme wird nicht nur die Sicherheit von Fahrrädern und Bahneinrichtungen gesteigert, sondern gleichzeitig auch die aller Bahnreisenden. In der jetzigen Planungsphase muss noch der genaue Standort der festen Unterstellmöglichkeit mit den Anwohnern einvernehmlich abgestimmt werden.
Neben dieser Verlegung des Ainringer Bahnhofes kann auch durch den Einsatz der neuen Triebwagens ein zusätzlicher Haltepunkt im Gemeindegebiet geschaffen werden. Hier muss sich die Gemeinde Ainring in die Haltestellendebatte im Landkreis einbringen um eine weitere Zusteigemöglichkeit für die Ainringer Bürger zu erreichen.
Die vom 1. Bürgermeister und der CSU Gemeinderatsfraktion vorangetriebenen Ausbau der Geh- und Radwege muss kontinuierlich fortgesetzt werden. Dies dient nicht nur der Steigerung des Touristischen Angebot und der Lebendqualität der Menschen, sonder explizit der Sicherheit.
Das Gemeindliche Straßennetz muss auch in Zukunft den Herausforderungen des Alltags stand halten und immer wieder modernisiert werden.
Entwurf, Sven Kluba, April 2007